Mitten im Semester II

Auch im neuen Semester möchte ich wissen, was bei uns in der Lehre, Forschung und Verwaltung los ist. Dazu habe ich Antje Michel, Jörg Röder und Niclas Seeliger eingeladen, um bei einem Kaffee über ihre aktuellen Projekte zu sprechen und einen Einblick in ihre Arbeit zu geben. Wir treffen uns Anfang Dezember im Audiolabor.

Niko
Willkommen! Stellt euch doch gerne mal vor.

Antje
Mein Name ist Antje Michel und ich bin Professorin für Informationsdidaktik und Wissenstransfer an der FH Potsdam. Jetzt bin ich schon gegen Ende meines vierten Jahres hier – die Zeit rast! Meine Professur ist zu 50% in den Informationswissenschaften verortet und zu 50% fachübergreifend. Was für mich das Privileg und manchmal auch die Herausforderung mit sich bringt, in allen Fachbereichen aktiv zu sein, überwiegend in der Lehre, manchmal auch in anderen Projekten.

Insgesamt ist der Schwerpunkt meiner Professur der unterschiedliche Umgang mit Informationen, auch was unterschiedliche Fachkulturen als Information definieren. Und die Frage, inwiefern diese Unterschiedlichkeit eigentlich reflektiert werden muss bei Wissenstransferprozessen, sowohl in der Lehre als auch außerhalb der Lehre, z.B. im Theorie-Praxis-Transfer.

Jörg
Mein Name ist Jörg Röder, ich bin jetzt seit einem Jahr und einem Monat an der FH Potsdam, also noch sehr frisch. Es kommt mir aber auch schon relativ schnell vergangen vor das erste Jahr, weil man doch sehr im Machen und Tun seiner Vorlesungen ist. Ich bin am Fachbereich Bauingenieurwesen verortet, als Professur für Bauwerkserhaltung und Holzbau.

Ich war vorher wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin und dann 12 Jahre in einem Ingenieurbüro, das sich u.a. mit Bauen im Bestand und damit Bauwerkserhaltung beschäftigt hat, aber auch in anderen Bereichen wie Forschung, Bauphysik und Fassadenplanung engagierte, tätig. Ich habe eher zufällig die Ausschreibung der Stelle an der FHP gesehen, mich darauf beworben und gar nicht damit gerechnet, dass ich hierher komme. Dann hieß es nach geraumer Zeit das Leben nochmal etwas umstellen, was aber häufig sehr positiv ist.

Grundsätzlich biete ich Lehre für den noch Diplom-Bauingenieurwesen-Studiengang und zukünftig auch für die Bachelor- und Master-Studiengänge an. Und zusätzlich für den Master Bauerhaltung, der ein interdisziplinärer Studiengang ist zwischen Bauingenieurwesen, Architektur, Innenarchitektur, Restaurierung, Holzingenieurwesen usw. Es macht sehr viel Spaß, die unterschiedlichen Sichtweisen der Studierenden der einzelnen Fächer kennenzulernen und zu einem gemeinsamen Ziel zu führen.

Antje
Das finde ich auch das spannende an diesen interdisziplinären Lehrformaten. Manchmal bringt es mit sich, dass man erstmal eine ganze Weile mit den Studierenden auf einen gemeinsamen Nenner kommen muss. Nimmst du das auch wahr?

Jörg
Man muss tatsächlich auf einen gemeinsamen Nenner kommen – in Bezug auf Kommunikation, aber auch in Bezug auf den Stand des Wissens der Studierenden. Denn der ist doch sehr unterschiedlich; zwischen der Ausbildung eines Ingenieurs, der technikorientiert und eher pragmatisch ist und der Ausbildung eines Architekten, der künstlerisch orientiert und nicht ganz so pragmatisch ist und vielleicht nicht ganz ins technische hin orientiert ist.

Das ist aber ein interessanter Prozess. Da gibt es Reibungspunkte zwischen den Architekt*innen und den Bauingenieur*innen; die einen verstehen immer nicht, dass es so schön gestaltet werden muss, die anderen verstehen nicht, dass da irgendwo eine Stütze hin muss, wo doch eigentlich besser gar keine ist. Aber das ist ja gerade auch das Ziel dieses Studiengangs, dass sie sich verstehen lernen. Denn später müssen sie sich in der praktischen Arbeit verstehen lernen, da sind sie gezwungen mit den anderen zu arbeiten. Je früher sie das lernen, desto besser.

Antje
Ja, das sehe ich auch so. Ich stelle immer wieder fest, dass es manchmal schon eine Herausforderung ist, dass anfänglich alle glauben, wenn mit bestimmten Begriffen über Probleme geredet wird, dass sie das gleiche darunter verstehen. Und dann stellt man eben mittendrin erst fest, dass selbst die Begrifflichkeiten schon unterschiedlich gedeutet werden. Also besonders natürlich bei diesen Containerbegriffen wie z.B. Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit ist so ein Begriff, der im Fachvokabular aller unserer Studiengänge eine Rolle spielt und total unterschiedlich gedeutet wird. Also die Nachhaltigkeit im Sinne von Ressourceneffizienz, im Sinne von Resilienz und Widerstandsfähigkeit, als Form von Abgesichertheit und so. Es sind so unterschiedliche Konnotationen und da verwendet man diesen Begriff, arbeitet damit und merkt plötzlich, dass das Potenzial besteht, auch erstmal aneinander vorbei zu arbeiten. Mittendrin passiert dann häufig dieses Innehalten und es gibt eine große Verwirrung: Moment mal, reden wir überhaupt über das Gleiche?

Dadurch setzt eben genau dieser Perspektivwechsel oder diese Perspektiverweiterung ein, von der du auch berichtet hast, die ich immer total schön und produktiv finde. Da erkennt man, dass man auf solche Begriffe eine ganz andere Perspektive haben könnte.

Jörg
Das Thema Nachhaltigkeit ist im Bauingenieurwesen relativ klar besetzt vom Begriff her, das ist einfach energieeffizient und möglichst dauerhaft. Architekten interpretieren es aber freier, die wollen eine Freiheit des Entwurfs haben und da kann Nachhaltigkeit auch das Design sein, dass es zeitlos oder zeitgemäß zeitlos ist, die Energieeffizienz ist dort nicht so dominant. So habe ich es zumindest häufig kennengelernt, dass man da nur ungerne auf die Freiheit des Entwurfs zugunsten der absoluten Nachhaltigkeit verzichtet. Unter Nachhaltigkeit haben sie einen anderen Schwerpunkt.

Antje Michel im Gespräch. © Nikolas Ripka

Antje
Jetzt haben wir ja einen weiteren Gesprächspartner! Holen wir den doch erstmal rein. Wir haben uns gerade erst vorgestellt und sind schon ein bisschen im Plaudern. Aber vielleicht steigen Sie jetzt einfach mit der Vorstellung ein.

Niclas
Gerne. Niclas Seeliger, seit 2012 in der Fachhochschule im Verwaltungsbereich tätig. Ursprünglich im Controlling und seit Februar diesen Jahres als Leiter der Finanzabteilung.

Antje
Und gerade total entspannt, weil Freitag der Kassenschluss ist und jetzt bestimmt überhaupt nichts los ist, oder?!

Niclas
Genau, ich habe diesen Termin mit großer Sorgfalt genau da hin gewählt, wo er am wenigsten passt … (lacht)

Antje
Kernkompetenz! (lacht) Wir reden gerade über Interdisziplinarität. Und Interdisziplinarität und die Möglichkeiten einander zu verstehen und misszuverstehen. Ist das auch in Ihrem Job ein Thema?

Niclas
Ja. Ich hatte es schon in meinem Studium als großes Thema, weil ich in einer Hochschule ausgebildet wurde, die das seit den 1950er Jahren, bevor dieses Wort eigentlich existierte, sich als Schwerpunkt auf die Fahne geschrieben hat, dass man von allen dort angebotenen Studiengänge, alle Studiengänge belegen musste. Neben allen Grundkursen musste man in jedem Fach pro Semester einen oder sogar zwei Scheine zu seinem Schwerpunkt dazu belegen.

Antje
Leuphana?

Niclas
Nein, die HWP (Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik) in Hamburg. Und dann hat man dort, wenn man den Wirtschaftszweig gewählt hat, trotzdem Vorlesungen in Soziologie und eben in Volkswirtschaft besucht. Und das hat einen nicht dümmer gemacht.

Antje
In den alten Diplom- oder Magisterstudiengängen hat man durch die Mehrfächerwahl neben seinem Hauptfach häufig auch Nebenfächer gehabt. Zum Beispiel hatte ich auch das Hauptfach Soziologie gehabt und dann eben Nebenfächer Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Psychologie und Philosophie. Und das ist ja dann auch im Prinzip eine Interidsziplinaritäts-Erfahrung, die man damals gemacht hat.

Niclas
Im Verwaltungsalltag kann ich sagen, dass Interdisziplinarität unbedingt stattfinden sollte. Denn selbst wenn Sie in einem Schwerpunktgebiet wie Finanzen tätig sind, so greifen Sie immer wieder in andere Bereiche rein. Sie können nicht in der Finanzabteilung singulär denken und die Personalabteilung ausklammern. Das Personal wird ja finanziert, neben einem Stellenplan muss also auch eine Finanzierung stehen. Beides zusammen ist abhängig von der Anzahl von Studierenden in den einzelnen Fächern, also ist man auch mit der Studierendenverwaltung mit im Boot.

All das erfordert bei jedem Schritt, dass man einmal durch den gesamten Raum fährt und eigentlich alle Bereiche abklappern sollte.

Antje
Das ist ja irgendwie sowieso eine schöne Erfahrung, bei Hochschulverwaltungprozessen, dass man sobald man an einem Zipfel zieht, gleich plötzlich ein Tuch mit Tausend Ecken in der Hand hat, von dem man gar nicht erwartet hat, dass man das in der Hand hat. Was ich damit meine ist, dass die Prozesse, wie Sie das ja auch gerade beschrieben haben, häufig sehr komplex sind und eben immer noch in Bereiche reinragen, die für einen in dem Moment, als man sie angefangen hat, nicht so richtig absehbar waren.

Niclas
Na ja, häufig ist einem die Komplexität der Bereiche gar nicht bewusst. Naturgemäß interessiert das auch gar nicht. Verwaltungsabläufe gehören jetzt nicht per Definition zu den Dingen die hochspannend sind, nichtsdestotrotz aber häufig notwendig sind. Und wenn man tiefer reinguckt, dann kriegt das aufgrund seiner starken Funktionalität und ab einer gewissen Ebene dann doch wieder einen spannenden Unterbau. Man will eigentlich nur eine Stelle haben oder ein bisschen Geld für ein Projekt, und bringt irgendwie so eine riesige Welle in Bewegung.

Und man denkt immer, die sind ja alle blöd, denn ich wollte doch nur und jetzt werde ich hier von den Wassermassen erschlagen! Aber das gehört in eine moderne Verwaltung, dass man zumindest versucht, den Leuten die Zusammenhänge zu erklären. Dass man zumindest ein Gespür dafür erzeugt, dass wenn man kommt und ein Bedarf hat, es ein größerer Kreis ist, der da angefahren wird. Anfragen kann man immer stellen, doch nicht immer heißt es, dass sofort das gewünschte Ergebnis erzielt wird.

Jörg
Stimmt! (lacht) Wir hatten nämlich gerade diese Woche schon ein Gespräch …

Antje
Ja, ich auch! (lacht)

Jörg
Herr Seeliger ist ein gefragter Mann … In unserem Gespräch ging es darum, wie man vielleicht Anfragen für Weiterbildung in unser Studienkonzept integrieren kann und man dadurch etwas Gelder für die Hochschule und für den Fachbereich akquirieren kann. Und das gestaltet sich nicht so einfach, wie ich gehofft hatte.

Antje, Michel, Niclas Seeliger und Jörg Röder im Gespräch. © Nikolas Ripka

Antje
Ja, das ist tatsächlich ein Thema, mit dem wir uns ganz intensiv auseinandersetzen müssen. Mein zweites Hobby ist ja die digitale Lehre und in dem Kontext sitze ich in relativ vielen Arbeitsgruppen und bin innerhalb Deutschlands vertreten. Und das ist tatsächlich ein Thema, das alle Hochschulen umtreibt, nämlich die Frage, wie einerseits unsere Curricula qualitätsgesichert weiter als Curricula bestehen können und wie wir sie andererseits auch öffnen können für Weiterbildungsinteressen. Und davon auch profitieren können, dass da Menschen mit einer profunden Erfahrung aus sehr unterschiedlichen Kontexten kommen und wiederum auch die Lehre anreichern.

Also im Sinne dessen, dass ja das Zusammenkommen aus unterschiedlichen Disziplinen schon eine Bereicherung ist, ist das natürlich erst recht der Fall, wenn da eben auch schon Menschen mit einer konkreten Berufserfahrung dazu kommen zu den Studierenden, die noch am Anfang ihres beruflichen Weges stehen. Ich finde, dass da wirklich extrem viel Potenzial liegt in dieser Idee, die ihr miteinander besprochen habt und das ist definitiv etwas, was wir in Zukunft realisieren müssten.

Wir haben das ja teilweise schon im informelleren Rahmen in unseren Masterstudiengängen. Ob im Informationswissenschaften oder Urbane Zukunft, gibt es häufig Leute, die eigentlich schon eine profunde Berufserfahrung mit sich bringen und auch eine Bildungskarriere hinter sich gebracht haben. Und die teilweise Zertifikate erworben haben von Drittanbietern.

Das hört man auch nicht so gerne in der Hochschulpolitik, dass eben teilweise so etwas wie Google Academy auch genutzt und von Arbeitgeber*innen auch inzwischen anerkannt wird in bestimmten Kontexten. Und damit müssen wir uns auch auseinandersetzen, also dass Leute kommen, bestimmte Dinge anerkannt haben wollen, und dann eben vielleicht wirklich eher so eine Art erweitertes Zertifikat noch brauchen, um das zu komplementieren und so einen bestimmten Masterabschluss bei uns erlangen können.

Jörg
Ja, das haben wir ja auch besprochen vergangene Woche, wann denn überhaupt ein Zertifikat ausgestellt wird. Wir haben vor allem durch den Master Bauerhaltung die Option, dort auch Weiterbildung effektiv anbieten zu können. Der Studiengang ist voller interessanter Module, die den einen oder anderen aus der Baupraxis – ob Architekt*in, Restaurator*in oder Bauingenieur*in – schon sehr ansprechen, weil sie kompakt sind. Manchmal in Wochenkursen, manchmal auch vielleicht jede Woche einmal für einen Termin. Und das sind sicherlich Potenziale, die man noch heben kann.

Ich selber bin ja auch ausgebildeter Bauingenieur und mich interessieren da auch ein, zwei, drei Kurse, da werde ich mich bestimmt mal reinsetzen. Das heißt immer so schön lebenslanges Lernen, und das ist aber auch tatsächlich so, es ist nicht nur eine Floskel. Ich hoffe, dass wir eine gute Lösung finden und wir dann auch nicht die Zertifikate anderer anerkennen müssen, sondern selber Zertifikate für das ausstellen, wo wir auch wissen, was dahintersteckt. Wir können auch damit die Qualität der Lehre und der Ausbildung besser steuern.

Antje
Ich denke, das eine und das andere gehen Hand in Hand. Wir werden das immer haben, weil sich Leute, die sich unerklärlicherweise und ärgerlicherweise nicht direkt auf die Fachhochschule Potsdam aufmerksam geworden sind, sich erdreisten, Aspekte ihres Bildungswegs woanders zu gehen. (lacht) Aber ich gebe dir vollkommen recht, das sollte unser Ziel sein, dass wir da flexibel sind.

Ich würde mir wünschen, dass wir da hinkommen, dass Studierende weiterhin ein qualitätsgeprüftes Curriculum durchlaufen können, aber dass sich diejenigen, die schon sehr genau wissen wo sie hinwollen, ihr Curriculum selber zusammenbröseln können, wie sie es brauchen. Das wird mit Sicherheit nicht unbedingt am dem ersten Semester Bachelor sinnvoll sein und funktionierten, weil man ja erstmal eine bestimmte fachliche Sozialisation hinter sich bringen muss und auch einen Horizont entwickeln muss für die Frage, wo will ich eigentlich hin und was fehlt mir dann noch auf dem Weg. Aber so im Kontext unserer Masterstudierenden nehme ich das eigentlich jetzt schon wahr, dass dieser Bedarf eigentlich längst da ist.

Jörg
Ja, in den Masterstudiengängen sitzen zumindest bei uns schon viele, die eine fertige Berufsausbildung haben. Es ist ja auch eine Aufnahmebedingung, dass als praktische Erfahrung schon nachgewiesen werden muss, im Beruf gearbeitet zu haben. Wer das nicht getan hat, der muss schon äußerst gut studiert haben, um überhaupt in diesem Kurs aufgenommen werden zu können. Von daher passt das auch schon ganz gut.

Aber um nochmal auf diese Interdisziplinarität zurückzukommen: im Baubereich haben wir eine Entwicklung, die mit einem Universalgelehrten, dem Baumeister des Mittelalters oder des Altertums angefangen hat. Und der hat sich in verschiedene Disziplinen entwickelt. Dass man Bauingenieurwesen und Architektur getrennt hat, ist nocht nicht so neu, aber sie geht in den letzten 50-30 Jahren ganz enorm weiter.

Jetzt gibt es Bauingenieur*innen, die sich um den Grundbau, um den Hochbau, um den Brückenbau, um den Ingenieurbau kümmern, oder die sich mit Stoffen beschäftigen. Das sind mittlerweile alles unterschiedliche Personen. Und es gibt Architekt*innen, die mehr für den Entwurf tätig sind, die anderen sind mehr für die Ausführungsplanung und die Dritten machen dann die bauliche Umsetzung auf der Baustelle selbst. Wir haben uns aufgefächert, sicherlich in 10 unterschiedliche Spezialdisziplinen in diesem Bereich, und die müssen wir wieder zusammenführen. Deswegen müssen wir auch interdisziplinär arbeiten, weil das mittlerweile alles verschiedene Disziplinen geworden sind.

© Nikolas Ripka

Antje
Bei Interdisziplinarität ist genau das eingeführte Beispiel mit der Nachhaltigkeit etwas, worunter man sehr unterschiedliche Dinge verstehen kann. Interdisziplinarität muss ja nicht unbedingt heißen Bauingenieur*innen arbeiten mit Personen in der Sozialen Arbeit zusammen, sondern Interdisziplinaritäts-Erfahrungen gibt es schon innerhalb dessen, was ich jetzt von außen als eine Disziplin wahrnehmen würde.

Und bei den Designer*innen ist das ja zum Beispiel auch so, dass immer von dem interdisziplinären Studium an der FH Potsdam gesprochen wird, wenn gemeint wird, dass Kommunikationsdesigner*innen und Interfacedesigner*innen und Produktdesigner*innen zusammenarbeiten.

Bei uns in den Informationswissenschaften ist das auch nicht anders. Also sicherlich auch etwas, was erstmal relativ einheitlich von außen wirkt, aber es gibt einen Unterschied in der beruflichen Praxis und auch in der fachlichen Sozialisation zwischen Menschen, die im Archiv arbeiten und Leuten, die in Bibliotheken arbeiten. Sie haben mit dieser Institution einen völlig anderen Auftrag und entsprechend eine ganz andere Arbeitspraxis. Und das, obwohl sie sich ja alle mit Bewahren von Wissen und Zugänglichmachen von Wissen auseinandersetzen. Nochmal anders sind die bei uns stark in den wirtschaftlichen Bereich orientierten Informations- und Datenmanager*innen.

Und da haben wir ja auch das Potsdamer Modell, so nennt sich das ja, dass wir im Prinzip diese drei Studiengänge voneinander getrennt haben, aber einen sehr breiten interdisziplinären Anteil von Kursen haben, den die Studierende entweder alle als eine Form von Grundlagenstudium haben oder wo sie zumindest im Wahlpflichtbereich eben auch tauschen können.

Niclas
Ich glaube, dass man tatsächlich neben der Interdisziplinarität innerhalb eines Fachschwerpunktes trotzdem Türen darüber hinaus aufstoßen müsste, gerade wo wir das Glück haben neben Ingenieur*innen, Informationswissenschaftler*innen und auch Sozialwissenschaftler*innen zu arbeiten.

Alles was wir hier an Lehrgebieten anbieten, ist irgendwann für Menschen. Es ist wichtig, dass man einen Eindruck davon vermittelt bekommt, wie Menschen ticken. Erstens verändert sich das andauernd und zweitens ist nicht jeder von Haus aus mit einer so freudvollen Sozialisation ausgestattet, dass er*sie es während seines Erwachsenwerdens von sich aus aufnehmen konnte.

Gerade in Zeiten in denen wir politisch wieder in radikalen Ufern zuwenden, finde ich es spannend einen Ort bereitzustellen, wo wir sagen: Hier wird neutral betrachtet, von allen Seiten. Wir schauen uns alle Meinungen an, wir stellen fest, dass jeder eine Meinung haben darf und dass sich daraus trotzdem unterschiedliche Verhaltenstypen ableiten lassen. Und für all die bereite ich Informationen auf und baue dann Straßen, Häuser, Brücken.

Es ist einfach ein glücklicher Moment, wenn man in der Ausbildung die Möglichkeit hat über den Tellerrand zu blicken. In meiner Ausbildung habe ich Vorlesungen besucht, die mich thematisch ein bisschen interessiert haben, aber während der Vorlesung auch dachte, was bringt mir das jetzt konkret? Doch Jahre später konnte ich häufig Zusammenhänge herstellen, wo ich dachte, das habe ich gerade aus einer Vorlesung, die ich offen gestanden nicht ganz mit der Aufmerksamkeit verfolgt habe, die ich jetzt im Nachgang hätte widmen wollen. Aber es ist noch so viel hängen geblieben, dass ich mich daran erinnere und ich weiß, in welchen Büchern ich jetzt nachschlagen muss.

Niclas Seeliger im Gespräch. © Nikolas Ripka

Antje
Das finde ich total richtig und wichtig, denn es ist ja auch die Frage, wofür betreiben wir hier akademische Ausbildung? Es ist nicht nur für die fachliche Sozialisation; sie ist ja auch dafür, als Bürgerin oder Bürger in einer zunehmend komplexen Welt bestehen zu können und diese Sphäre auch aktiv gestalten zu können. Und ich glaube, dass diese Erfahrung sehr schnell einsetzt, sobald es dann eben die ersten Projekte außerhalb der Hochschule gibt.

Ich habe einige Projekte, wo ich im Bereich der Mobilitätsforschung die Wissenstransferperspektive betreue. In diesem Zusammenhang war ich am Dienstag im Krampnitz-Forum der Landeshauptstadt Potsdam. Das ist ein Kommunikationsformat, wo die Stadt ihre Planung zur Entstehung des neuen Stadtteils immer wieder in die Öffentlichkeit kommuniziert und mit ihr diskutiert. Am Dienstag war jetzt das Verkehrskonzept dran und da waren gut 100 hochgradig aufgebürstete Personen der Stadtbevölkerung da. Ich hatte auch den Eindruck, dass die angesprochenen extremeren Gruppen der politischen Gruppierungen auch anwesend waren und es war am Anfang wirklich eine hochgradige Krawallstimmung in dem Saal.

Und es ist tatsächlich trotzdem sehr gut geglückt, denn es gab eine gute Moderation. Es wurde sachorientiert diskutiert, das hat mich ehrlich gesagt überrascht. Da war ein noch verhältnismäßig junger Mann aus einem Ingenieurbüro, der dann ein Gutachten vorgestellt hat. Der war ein bisschen entsetzt über diesen Gegenwind, der ihm da verbal aber auch vom nonverbalen Verhalten so entgegen geschlagen ist.

Und das sind ja Dinge, mit denen man sich auch auseinandersetzen muss, auch wenn man jetzt nicht die Leidenschaft hat, sich mit Kommunikationstheorien zu beschäftigen. Und Fähigkeiten entwickeln, sowohl um beruflich bestehen zu können, aber auch um menschlich nicht total frustriert rauszugehen und dann als Bürgerin oder Bürger zu versuchen sich sein einfaches Weltbild zurechtzuzimmern aus solchen Erfahrungen. Das finde ich einen enorm wichtigen Auftrag, den wir eigentlich haben.

Niclas
Das stimmt. Ich glaube generell, in Fächern, in denen man irgendwann in eine Öffentlichkeit treten muss oder kann, sollte man darauf vorbereitet werden, wie diese Öffentlichkeit auch reagieren kann. Dass man also Werkzeuge an die Hand bekommt, die einen nachts wieder in den Schlaf finden lassen wenn man so eine Erfahrung hinter sich hat.

Ein Beispiel außerhalb dieser Hochschule wäre vielleicht die Medizinerausbildung, die in die Kritik geraten ist. Auszubildende werden zwar hochspezialisiert ausgebildet und für Physiologie-Krankheitsbilder hervorragend aufgeklärt. Doch dann machen sie ihre Prüfungen, kriegen ihre Approbation, werden ins Krankenhaus gesteckt und müssen das erste Mal einem Angehörigen erklären, dass seine Mutter dieses Krankenhaus nicht mehr lebend verlassen wird. Da erwarten sie dann häufig Reaktionen, die haben sie nie vorher erlebt. Damit werden die Leute alleine gelassen, es ist ein Sprung ins kalte Wasser.

Das war jetzt ein sehr extremes Beispiel, nichtsdestotrotz, der Architekt, der einer Öffentlichkeit einen Entwurf vorgestellt hat und dafür aus ganz anderen Gründen erstmal verhauen wurde, der müsste diese Erfahrung vorher auch erleben.

Jörg
Gerade Architektur ist die einzige Disziplin an der Hochschule, wo ich sage, die erleben das schon während des Studiums. Weil es hier auch sehr ausgeprägt geübt wird, dass man den eigenen Entwurf vor versammelter Bühne im öffentlichen Raum vorstellen und verteidigen muss. Für das Bauingenieurwesen gebe ich Ihnen da vollkommen recht, die lernen das bei uns fast gar nicht.

Antje
Es ist ein Praxisschock, wenn man bestimmte Dinge im öffentlichen Raum außerhalb seiner Disziplin präsentiert und mit sehr partikularen Interessen konfrontiert ist. Wenn alle nur ihre Perspektive vertreten, wird das eine Kakofonie, die man moderieren muss. Und man muss dann wirklich zu dem Punkt kommen und sehen, dass man in einer ersten Runde vielleicht nicht alles ausräumen kann, was da an Kritik einem entgegenschlägt und damit umgehen können. Ich fand den Satz sehr schön, dass man lernen muss, wie man trotzdem abends noch in den Schlaf findet.

Niko
Erzählt doch mal, was bei euch gerade alles los ist. Was beschäftigt euch?

Jörg
Im Bauingenieurwesen sind wir momentan in einem großen Umbruch. Das Wort Digitalisierung schlägt sich auf alle Ausbildungsbereiche nieder und wir überlegen, wie man das in die Lehre integriert. Also wie man BIM-Modelle (Building Information Modelling) auch in die Lehre integriert, wie sinnvoll oder nicht sinnvoll das ist und wie das angewendet werden muss. Da sind wir momentan noch am Anfang.

Was wir als Fachbereich schon in den letzten Jahren angeschoben haben ist die duale Ausbildung. Dual heißt in dem Fall, dass wir die theoretische Ausbildung an der Hochschule haben und die Studierenden in Firmen arbeiten und von den Firmen auch bezahlt werden. Und da ist bereits das dritte Semester mittlerweile am Laufen und es ist sehr erfolgreich, sicherlich auch dadurch bedingt, dass momentan das Baugeschäft ganz gut läuft.

Wir hoffen, dass das weiterhin so gut funktioniert und würden es sogar noch ausbauen wollen. Momentan sind wir in Gesprächen, wie wir mehr Studierende aufnehmen können, wie wir vielleicht noch ein bisschen was an zusätzlichen Lehrenden akquirieren können. Weil das ja auch eine momentan vom Land besonders gewollte Ausbildungsart ist. Und dann sind wir, weil wir auf Bachelor umgestellt haben, auch dabei einen Master zu entwickeln, der hauptsächlich konstruktiv ausgerichtet werden soll. Er soll sich ein bisschen von den Masterstudiengängen abheben, die es in Berlin gibt.

Jörg Röder im Gespräch. © Nikolas Ripka

Ansonsten haben wir versucht, auch auf Anregung der Studierenden ein bisschen internationaler zu werden, was unsere Exkursionen und Kooperationen angeht. Anfang des Semesters sind wir zum Beispiel mit 19 Studierenden nach Georgien gereist und haben dort eine Exkursion durch das ganze Land gemacht, mit sehr viel Engagement und Unterstützung von drei Studierenden, die sich dort an der Organisation beteiligt haben. Ich war ganz gespannt, wie das funktioniert, weil wir in unserem Besuchsprogramm doch relativ viele alte Gemäuer, Kirchen und Klöster anschauen wollten. Und in so einem Alter zwischen 20 und 30 weiß man nicht, auf wie viel Interesse das stößt. Doch ich war sehr positiv überrascht, wie gut die ganze Gruppe mitgemacht hat, die haben sehr gut harmoniert. Es war eine sehr schöne Erfahrung und ich glaube auch den Studierenden hat es sehr gut gefallen.

Und jetzt haben wir noch ein letztes Projekt in Usbekistan, da waren wir gerade vor einer Woche. Wir hatten ja mal einen gemeinsamen Masterstudiengang, den deutsch-usbekischen Master Bauerhaltung. Das soll wieder aufleben, denn es scheiterte am Ende am Geld, dass dieser Studiengang nicht mehr durchgeführt werden konnte. Jetzt gibt es zumindest Signale aus Usbekistan, dass Interesse besteht, es weiterzuführen und vielleicht auch von usbekischer Seite finanziell zu begleiten.

Jetzt kommen erstmal 5 oder 6 Studierende aus Usbekistan im Sommersemester nach Potsdam und schauen sich hier das Studium an. Sie sollen hauptsächlich die Sprache lernen und ein bisschen studieren. Wir hoffen, dass wir dort in der usbekischen Universität in Taschkent dann Brückenköpfe haben, die vielleicht zum Masterstudium noch einmal nach Potsdam zurückkehren.

Ziel ist es, einen Austausch zu generieren und gleichzeitig auch gemeinsame Projekte gestalten zu können, um die reichlich vorhandenen Kulturgüter in Usbekistan zu sichern und vielleicht auch mal zu restaurieren. Dafür sind wir als Hochschule wunderbar aufgestellt, da sind wir wieder bei der Interdisziplinarität, weil wir als Bauingenieur*innen für den bauerhaltenden Teil zuständig wären, die Architekt*innen für Entwurf und Denkmalpflege und die Restaurator*innen für das Umsetzen der kleinteiligen Arbeit am Objekt.

Antje
Bei uns in den Informationswissenschaften bereiten wir uns gerade wieder auf die Reakkreditierung unserer Studiengänge vor. Alle drei Bachelorstudiengänge und auch der Master müssen wieder reakkreditiert werden und das nehmen wir natürlich auch zum Anlass, uns Gedanken darüber zu machen, ob wir die Studiengänge inhaltlich neu ausrichten oder verändern sollen.

Wir haben auch einen gewissen Generationswechsel bei uns. Das, was du zu den Bauingenieurdisziplinen gesagt hast, spiegelt sich bei uns ganz klar wider: die Digitalisierung beeinflusst unsere Berufsfelder auch sehr deutlich. Das ist bei uns zwar jetzt schon stark in den Curricula verankert, aber nichtsdestotrotz geht das immer weiter. Ein kleines Beispiel: im Archiv, wenn jetzt die Archivierung digitaler Verwaltungsunterlagen kommt, führt das natürlich auch dazu, dass der Massenprozess von Archivierung eben auch sehr stark zukünftig mit genuin digitalen Dokumenten (sogenannten „Born Digitals“ zu tun haben wird. Das wird bei uns zukünftig noch stärker entwickelt werden müssen.

Mich interessiert das natürlich auch aus der Perspektive meiner Aufgabe in der Akademischen Selbstverwaltung, wo ich ja eben das Zentrum für digitale Lehre (ZEDI), das wir kürzlich gegründet haben, leite, und wir dementsprechend auch ein Bedarfsermittlungsverfahren über die Hochschule gemacht haben. Da hat sich gezeigt, dass die Bedarfe gar nicht so unterschiedlich sind, was die Fächer betrifft.

Es ist eher die Frage, die ganze Bandbreite zwischen unterschiedlichen Lehr- und Lerngewohnheiten reflektieren zu können, die sich durch die unterschiedliche Gestaltung von Studiengängen auch abbilden. Da glaube ich auch, dass man mit Ansätzen digitaler Lehre auch nochmal arbeiten sollte. Vielleicht ist das ja auch durchaus ein Punkt, wo wir sagen können, wir schauen uns das zusammen an.

Jörg
Kann ich mir gut vorstellen!

Antje
Ja, das fände ich schön. Und bei mir selber ist dann auch noch die schöne Herausforderung zwischen Lehre, Akademischer Selbstverwaltung und Forschung die Balance zu finden. In Forschung und Transfer bin ich bei diesen beiden Mobilitätsforschungsprojekten aktiv, in denen ich diese Kommunikationsschnittstelle zwischen den unterschiedlichen Stakeholdern an Planungsprozessen moderiere. Dafür bündele und konzipiere ich auch Methoden, womit ich die Beteiligung von unterschiedlichen Akteur*innen der Öffentlichkeit einbeziehen und orchestrieren kann.

Und dann haben wir auch dieses Jahr als Fachhochschule Potsdam die Präsenzstelle Luckenwalde zusammen mit der Technischen Hochschule Wildau gegründet. Das ist ein Projekt, das ich zusammen mit Tobias Schröder leite und wo es um die Frage geht: was wollen wir eigentlich als Fachhochschule erreichen mit dem Transfer in die Region? Was haben wir anzubieten an Wissen, das wir transferieren möchten? Wer könnten unsere Partner sein und wie möchten wir auch davon profitieren können als Hochschule?

Zum Beispiel für die Akquise von Projektpartner*innen für projektorientierte Masterstudiengänge oder Abschlussprojekte im Bachelor. Dadurch könnten wir reziproken Wissensaustausch gestalten. Ein bunter Strauß von Möglichkeiten und sicherlich auch etwas, was uns vielleicht nicht an diesem Tisch bei Semikolon, aber vielleicht in ein paar Jahren an Tische führen wird, um miteinander zu sprechen, was man da zusammen zu tun hat.

Antje, Michel, Niclas Seeliger und Jörg Röder im Gespräch. © Nikolas Ripka

Niclas
Ganz sicher! Auch in der Verwaltung ist man mit allen Bereichen ständig in Kontakt und arbeitet miteinander, was die Interdisziplinarität sicherlich nochmal unterstreicht und einem auch eine schöne Übersicht über die gesamte Hochschule mit allen Facetten ermöglicht.

Das Jahr geht zu Ende und wir folgen dem mit einem Jahresabschluss, den wir gerade vorbereiten. In der Verwaltung hat es 2019 einige Änderungen gegeben. Wir haben ein Schiff in laufender Fahrt übernommen, das wir währenddessen mit nur einer teilbedingten Betriebsanleitung gefahren sind und jetzt in der Fahrt kennenlernen und durchorganisieren. Dabei entdecken wir das ein oder andere Kleinod, das es zu bewerten gilt.

Es hat völlig neue verschiedene Arten der Finanzierung gegeben, die in aller Eile abgebildet werden mussten. Wir müssen qualitativ prüfen, ob wir die Finanzierungsstrukturen der einzelnen Bereiche abbilden und auch den Fachbereichen gegenüber zugänglich machen. Ob das mit Blick auf Transparenz und Informationsgehalt zielführend ist oder nicht, wo wir gegensteuern müssen oder wo wir vielleicht komplett ins Neue denken müssten. Im Anschluss an den Jahresabschluss werden wir das Jahr, das gelaufen ist, analysieren und die Zukunft darauf auszurichten.

Jörg
Spannend, insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir bei diesem Anliegen, das wir besprochen haben, zu Lösungen kommen, die für alle Seiten verträglich sind.

Niclas
Das sollte grundsätzlich möglich sein. Das Wesentliche ist, dass man frühzeitig miteinander ins Gespräch kommt, um sich gemeinsam über alle Rahmenbedingungen zu informieren und dass man bestimmte Vorstellungen dann vielleicht frühzeitig dahingehend anpasst an Voraussetzungen, die gegeben sind oder ggf. gar nicht zu verantworten hat, weil sie über viel höhere Stellen gestellt werden.

Usbekistan zum Beispiel, diese Projekte werden häufig durch Drittmittelfinanzierung des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) gefördert. Dieser hat eine sehr interessante Vorstellung davon, wie ihre Projektfinanzierung abzulaufen hat, mit einer sehr harschen Endbewertung. Entweder Sie haben alles richtig gemacht und dann bekommen Sie einen feuchten Händedruck, eine Glückwunschkarte und dürfen das Geld ausgegeben haben, das sie ausgegeben haben. Oder sie haben Fehler gemacht und zahlen den vollen Betrag in Gänze zurück.

Und das ist ein gewisses Damoklesschwert, insbesondere wenn es um mehrjährige Förderungen und um viel viel Geld geht, vielleicht auch noch spezielle Investitionsobjekte angeschafft wurden, all das ist davon betroffen. Die Hochschule und das ganze Team vor solchen Schäden zu bewahren – das auch ist Aufgabe der Verwaltung. Und wenn man frühzeitig interveniert und Anmerkungen macht, die man vielleicht gar nicht so hören will, dann möchte man nur den Schaden bewahren, der kommen kann.

Niko
Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben!

Beitragsbild: © Nikolas Ripka

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