Neuer Freiluftbau für FHP-Campus bestätigt

Kleinbagger vor der Südseite des Hauptgebäudes der FHP
© Angela Müller / FH Potsdam

Inspi­riert von grünen Klas­sen­zimmern und dem gesell­schaft­lichen Wunsch nach mehr Nach­hal­tigkeit und Ver­bindung mit der Natur, um sich sich gut und ent­spannt im Alltag zu fühlen, hat die FH Potsdam ver­gan­genen Montag die Bau­ge­neh­migung für die Über­da­chung der Cam­pus­mitte erhalten. Und – die FHP darf sich erneut als Bauherr ver­suchen. Es gehört zum 10-Punkte-Plan, den sich die Hoch­schul­leitung für ein gutes Zusam­men­leben auf dem Campus nach der Corona-Pan­demie vor­ge­nommen hat.

Der Bauplan sieht vor, zwi­schen Haus 3, der Süd­seite des Haupt­ge­bäudes und der Pan­zer­halle, wo das neue Gebäude „Neubau 5“ gebaut werden soll, eine große Über­da­chung aus Stoff‑, Glas- und Holz­ele­menten zu bauen. Das Projekt war vor­letztes Jahr ein­stimmig vom Senat beschlossen worden. Im Beschluss hieß es, der Senat erhoffe sich mit dem Frei­luftbau neben einer „erhöhten Auf­ent­halts­qua­lität“ auch „mehr Stu­die­rende für die Gre­mi­en­arbeit und die Gestaltung des Cam­pus­lebens“ zu gewinnen, um Letz­teres besonders im Winter auf­leben zu lassen. 

Campusplan mit Einzeichnung des Freiluftbautes

Die guten Erfah­rungen mit dem Solar­pa­villon sollen dazu geführt haben, einen wei­teren Frei­luftbau auf dem Campus zu wagen, so der Pro­jekt­leiter. Auch ein wei­teres Merkmal des Solar­pa­villons soll als Inspi­ration gedient haben: für die neue Über­da­chung sind mehrere Solar­panele geplant, die einen aut­arken Betrieb ermög­lichen sollen. „Hier wollen wir am Erfolg des Solar­pa­villons anknüpfen,” erklärt der Pro­jekt­leiter bei einem Pressetermin.

Es wird sich durch zwei geplante InterFlex-Seminare erhofft, zum einem die Ein­richtung der offenen Räum­lich­keiten und zum anderem ein Tool zur Rei­nigung der großen Glas­flächen zu ent­wi­ckeln. Drei Professor:innen des Stu­di­en­gangs Archi­tektur & Städ­tebau und des Fach­be­reiches Bau­in­ge­nieur­wesen sind am Bau­projekt beteiligt. Auch Stu­die­rende der Urbanen Zukunft haben Interesse am Projekt bekundet – sie wollen als Thema ihres Mas­ter­pro­jekts die optimale Weg­planung zwi­schen den Semi­nar­räumen in den Häusern und den grünen Räumen ermöglichen.

Der Stu­die­ren­denrat des Fach­be­reiches Sozial- und Bil­dungs­wis­sen­schaften wird sich einen Teil der Gestaltung der diversen Sitz­mög­lich­keiten annehmen. Dafür wurde eine neue AG gegründet. Auch das Team des Cam­pus­gartens zeigte sich über die Nach­richt erfreut und kün­digte auf seiner Facebook-Seite an, neue Hoch­beete bepflanzen zu wollen. Bereits in der Ver­gan­genheit hatte sich der Cam­pus­garten für ein Gar­tendach als Wit­te­rungs­schutz eingesetzt. 

Das Gesund­heits­ma­nagement der Hoch­schule „FHPgesund“ in Koope­ration mit der Tech­niker Kran­ken­kasse begrüßt die Initiative als gesund­heits­för­dernde Maß­nahme. „Die Natur lässt das Stress­level sinken und sorgt für Ent­spannung im Alltag“ so der stu­den­tische Scout des Gesund­heits­ma­nage­ments der FHP. Auch bei zukünf­tigen Pan­de­mie­si­tua­tionen und/oder Raum­knappheit wären Ver­an­stal­tungen und Treffen ver­mehrt draußen möglich.

Unterhalb der Über­da­chung sollen mit Holz­ele­menten und diversen Sitz­mög­lich­keiten offene Semi­nar­räume für bis zu 50 Stu­die­rende ent­stehen. Es sind fol­gende Sitz­mög­lich­keiten geplant:

  • die klas­si­schen Picknickbänke
  • ein kleines Amphi­theater mit Tafel für die Lehrenden
  • Hän­ge­matten mit beweg­baren Beistelltischen
  • fest mon­tierter Sitz­kreis im Stil der Holzmöbel

Wei­terhin ist es geplant, ein Dutzend Bäume aus einer lokalen Baum­schule in Werder ein­zu­pflanzen, um darauf zwei mit­tel­große Baum­häuser zu bauen. Diese werden aller­dings nicht bar­rie­refrei sein, da der Zugang nur über Seil­leiter ange­dacht ist. An einer Lösung werde noch gearbeitet.

Der Bau soll vor­aus­sichtlich im Sommer 2027 beginnen und zum Win­ter­se­mester 2029/30 eröffnet werden.

Einen schönen 1. April wünscht euch die Semikolon-Redaktion! 😉

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